Die Kategorie 'Lovely Books' ist in letzter Zeit leider etwas eingeschlafen, was aber daran lag, dass es einfach kein Buch gab, bei dem ich dachte: Super, dass muss vorgestellt werden! Es waren einfach meist Bücher die man so lalelü daher lesen konnte, Urlaubslektüren, leichte Kost eben.
Ich möchte, wie viele andere Blogger es auch machen und ich es auch besser finde, nicht viel auf den Inhalt eingehen, weil man ihn so gut wie überall nach lesen kann:
klick! Lieber möchte ich erzählen, welche Gefühle ich beim Lesen hatte und was mir durch den Kopf schwirrte.
Zuerst muss ich sagen, dass 'Sofies Welt' schon das zweite Werk von Jostein Gaarder ist, dass ich gelesen habe. Davor hatte ich 'Das Orangenmädchen' gelesen (übrigens keine Urlaubslektüre). Schon damals fiel mir Jostein Gaarders Schreibstil sehr positiv auf, er war leicht zu lesen und das Lesen machte vor allen Dingen Spaß! Außerdem liebe ich die Verzwicktheit seiner Bücher, die bei 'Sofies Welt' noch ausgeprägter war.
Vor diesem Buch hatte ich mir nie viele Gedanken über die Philosophie gemacht, für mich waren Philosophen einfach Leute, die sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen. Doch diese Ansicht hat sich durch das Lesen von 'Sofies Welt' verändert.
Ich muss sagen, ich bin eine geboren Schnellleserin, ich glaube, ich habe bisher für kaum ein Buch länger als fünf Tage gebraucht, aber in den meisten Fällen kann ich ein Buch schon nach zwei Tagen zuschlagen.
An alle anderen leidenschaftlichen Schnellleser: Bei diesem Buch müsst ihr eure Taktik ändern! Ihr könnt nicht so schnell lesen! Ihr müsst langsam lesen, sonst versteht ihr das Buch nicht.
Philosophie ist ein komplexes Thema und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte alles verstanden, was in diesem Buch steht.
Zwischendurch musste ich das Buch weglegen, nicht weil es langweilig war. Nein! Ich musste es weglegen, weil ich das Gelesene sacken lassen musste. Und außerdem wollte ich jede Frage, die der Philosoph an Sofie stellte erstmal für mich selber beantworten.
Die erste Frage lautete: Wer bist du?
Erstmal klar, ich bin ich, ich bin Ronja. Wer sonst auch? Doch je länger ich über die Frage nachdachte, desto schwammiger wurde die Antwort und desto unzufriedener wurde ich mit meiner Antwort. Würde ich zum Beispiel Mia heißen, wäre ich ja nicht jemand anderes, oder?
Am interessantesten fand ich das Kapitel über Sokrates, meine Klassenkameradinnen durften sich, so lange ich das Kapitel las, anhören, wie ich mit meinem Wissen über Sokrates, Platon und Aristoteles prahlte.
Sokrates Aussage: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, beschäftigte mich. Ich fand überhaupt die Gedankengänge aller Philosophen sehr interessant.
Vor einige Zeit hatten wir in Religion Utilitarismus und deontologische Ethik, also hatte ich Immanuel Kant schon kennen gelernt. Über sein Moralgesetz hatte ich auch nachgedacht.

Ich könnte wirklich dutzende bewundernswerte Philosophen zitieren!
Das Buch war für Jugendliche ab vierzehn Jahren geschrieben worden, wurde aber auch bei vielen Erwachsenen beliebt. Ich fing kurz vor meinem vierzehnten Geburtstag an das Buch zu lesen und denke, dass die Altersbeschreibung ganz gut getroffen wurde, dennoch bin ich mir sicher, dass ich das Buch nochmal lesen werde, wenn ich älter bin, den Philosophie ist, wie gesagt, ein ziemlich komplexes Thema.
Abschließend kann ich guten Gewissens sagen, dass das Buch wirklich sehr zu empfehlen ist.
Das war jetzt aber ein langer, langer Text, wer hat ihn durchgehalten ;)?
Hat jemand von euch das Buch schon gelesen, wie fandet ihr es?
Zu dem Buch gibt es ja auch einen Film, hat jemand den schon gesehen? War er ganz gut oder hat er die ganze Geschichte zerstört?
Liebe Grüße
Ronja